| Fakten | |
|---|---|
| Wer ist betroffen | Vor allem Erwachsene, gelegentlich Jugendliche |
| Krankheitszeichen | Pusteln, tiefe Entzündungen, fettige Haut |
| Ursachen | Veranlagung zu verstärkter Rötung im Gesicht und Oberkörper, Überfeuchtung der Haut, z. B. mit Feuchtigkeitscremes, Streß, Sonne, Hitze, heißes, scharfes Essen, Alkohol |
| Behandlung | Medikamente äußerlich und innerlich Laser, IPL Peeling Botox |
| Kosten | Sprechstunde und Hautpflegeberatung ab 70 Euro, Gefäßlaser DermaV ab 290 Euro pro Sitzung |
| Merkblatt | Download |
Diagnose der Rosazea-Subtypen und Beurteilung von Rötungen, Teleangiektasien und entzündlichen Papeln.
Kombination aus topischer Therapie, systemischer Behandlung und Laserbehandlung (Gefäßlaser) je nach Befund.
Angepasste Hautpflegeempfehlungen und regelmäßige Kontrolltermine zur Stabilisierung des Hautbildes.
Wer ständig rote Wangen oder ein rotes Kinn oder eine rote Stirn hat, leidet möglicherweise an der Rosazea. Bei dieser Erkrankung erweitern sich die Blutgefäße zu stark.
Viele Menschen neigen zu Gesichtsrötungen, wenn sie beispielsweise ein Glas Rotwein trinken, Sport gemacht haben oder in der Sauna waren. Bei jemanden, der unter Rosazea leidet, sind diese Rötungen jedoch viel stärker ausgeprägt und dauern viel länger an.
Wenn die Rötungen längerer Zeit bestehen, können sich auch Entzündungen und Pusteln in der Haut bilden. Dies entsteht dadurch, dass erweiterte Blutgefäße nicht so dicht sind. Entzündungszellen können dann die Blutgefäße verlassen. Daraufhin entstehen Pusteln und Papeln sowie Vereiterungen in der Haut.
Die Rosazea, im Volksmund auch Kupferrose, Couperose, Kupferfinne oder Rotfinne genannt, ist eine häufige, entzündliche Hauterkrankung des Gesichts oder Decolltes und weist einen chronischem Verlauf auf.
Sie verläuft in Schüben und kommt vorwiegend im mittleren Erwachsenenalter vor mit einem Häufigkeitsgipfel im 4. und 5. Lebensjahrzehnt. Sie kann aber auch schon in jüngeren Jahren beginnen.
Die Rosazea entsteht nach und nach in Etappen über mehrere Jahre. Obwohl etwa 5-7% der Bevölkerung unter dieser Hauterkrankung leiden, wird sie oft nicht oder nicht rechtzeitig erkannt und behandelt.
Die Rosazea ist nicht ansteckend.
Bei der Rosazea ist besteht eine Überempfindlichkeit der Blutgefäße im Gesicht und im Decollte. Meist besteht eine erbliche Vorbelastung.
Aufgrund der Empfindlichkeit erweitern sich die Blutgefäße viel stärker und länger als bei jemanden, der nicht an Rosazea leidet. Wenn die Blutgefäße sich erweitern, sind sie durchlässiger für Entzündungszellen. Diese Entzündungszellen führen zu einer Pustelbildung und locken weitere weiße Blutkörpchen an, so daß die Entzündung sich verselbstständigen kann.
Wenn die Blutgefäße sich wiederholt erweitern, “leiern” sie aus und werden als erweiterte Blutgefäße zum Beispiel neben der Nase, an den Wangen oder am Kinn sichtbar.
Die Reize, die die Rosazea fördern, nennt man auch Trigger. Hierzu zählen: Keimbesiedlung, Vitaminmangel, Stress, Hitze, Sonne, Tee, Kaffee, Alkohol, scharfe Gewürze, hautreizende Substanzen und Kosmetika. Diese Trigger führen zu einer Rötung und später zu erweiterten Adern und Eiterpusteln.
Bei sichtbaren Rötungen, kleinen Gefäßerweiterungen und einer entzündlichen Komponente der Rosazea kann der Gefäßlaser DermaV im Intellitone Modus die medikamentöse Therapie sinnvoll ergänzen. Auf der Detailseite finden Sie Ablauf, Vor- und Nachsorge und häufige Fragen rund um die Laserbehandlung der Rosazea.
Zur Detailseite: Rosazea und Couperose mit dem DermaV behandeln

Rosazea
Eine innovative Behandlungsmöglichkeit, die aktuell erforscht wird, ist der Einsatz von Botulinumtoxin, besser bekannt als Botox. Hierbei wird eine spezielle Form der Botoxtherapie eingesetzt, das sogenannte “Mikrobotox”.
Mikrobotox kann dazu beitragen, die übermäßige Aktivität der kleinen Blutgefäße zu reduzieren, was wiederum die Hautrötung und das Erscheinungsbild von Rosazea mildern kann. Zusätzlich kann diese Behandlung die Porengröße verringern und die Hauttextur verbessern, was insgesamt zu einem gleichmäßigeren Hautbild führt.
Dieses Verfahren kann die Überaktivität der Nervenfasern, die an der Blutgefäßregulation beteiligt sind, dämpfen und somit die Symptome der Rosazea wie Rötungen und Schwellungen mildern.
Da Botox bei Rosazea noch nicht als Standardbehandlung etabliert ist, ist eine individuelle Beratung durch unsere erfahrenen Dermatologen essentiell, um die geeignetste Behandlungsstrategie zu entwickeln.
Je nach Schweregrad und Stadium der Erkrankung stehen dem behandelnden Arzt verschiedene äußerlich aufzutragende oder innerlich einzunehmende Medikamente zur Verfügung. Eine Besserung der Erkrankung ist bei den meisten Patienten 1 bis 3 wochen nach Therapiebeginn zu erwarten. Bitte verwenden Sie keine weiteren Medikamente ohne Anweisung Ihres Arztes und führen Sie die Behandlung so lange fort, wie es Ihr Arzt für erforderlich hält.
Eine moderne, meist gut wirksame Behandlung stellt die IPL-Therapie dar. Hierbei werden die Hautveränderungen (Pusteln, Papeln, erweiterte Gefäße) mit einer hochenergetischen Lichtquelle behandelt. Die Überempfindlichkeit der Blutgefäße wird so verrringert. Dies ist die einzige Behandlung, die an einer Ursache der Rosazea ansetzt. Neben der medikamentösen Behandlung ist das richtige Verhalten der Betroffenen und das Vermeiden von auslösenden Faktoren wichtig. Den Behandlungserfolg können Sie also durch Ihre aktive Mithilfe unterstützen.
Die meisten Patienten mit Rosazea haben eine sehr empfindliche Haut. Sie sollten folgende Kosmetika verwenden:
Ihr Dr. med. Robert Kasten und Ihre Dr. med. Julia Kasten